DO’S AND DON’TS BEIM GRÜNDEN


„Über Geld sprechen wir nicht.“

Jede Gründung kostet erst einmal Geld. In der Vorbereitungsphase müssen die Lebenshaltungskosten der Gründerinnen und Gründer gedeckt werden. Hinzu kommen Ausgaben für externe Leistungen, Beratung, Material usw. Für diese Phase gibt es Förderprogramme. Ist das Start-up dann gegründet, muss erst einmal so viel Umsatz erwirtschaftet werden, damit alle Kosten gedeckt werden. Diese unternehmerische Startphase kann je nach Produkt und Branche mehrere Monate oder auch Jahre dauern. Zur finanziellen Überbrückung gibt es ebenfalls Förderprogramme sowie Kapital von Business Angels und Investoren. In den ersten Jahren kommen auf die meisten Start-up meist mehrere Finanzierungsrunden zu. Die Kunst ist, sich frühzeitig auf die jeweils nächste Runde vorzubereiten, damit keine Finanzierungslücken entstehen.

„Vielen Gründerinnen und Gründern ist nicht klar, welche Bedeutung die Finanzplanung hat. Sie setzen sich daher nicht mit den Inhalten auseinander und wissen zum Teil nicht, wie man einen Finanzplan interpretiert.“

Frederik Lindner, Gateway Exzellenz Start-up Center, Universität zu Köln

„Nicht selten entsteht eine Finanzierungslücke zwischen dem Abschluss des Studiums und dem Beginn einer Gründungsförderung, weil der Antrag dafür nicht rechtzeitig gestellt wurde. Gründungsinteressierte Absolventinnen und Absolventen suchen sich dann als Zwischenlösung einen Job. Aus dieser Zwischenlösung wird dann meist eine Dauerlösung. Das Gründungsprojekt wird aufgegeben.“

Dr. Christian Junker, REACH EUREGIO START-UP CENTER, FH Münster

To do:

  • Immer wieder werden anfallende Kosten unterschätzt oder in der Finanzplanung gar nicht aufgeführt, z.B.: Unternehmer/-innenlohn/Geschäftsführer/-innengehalt, betriebliche Versicherungen, Steuern, Vertriebskosten usw.
  • Zur Finanzplanung gehören eine realistische Umsatz- sowie Liquiditätsplanung. Kalkulieren Sie ein realistisches Preismodell, das sowohl den Kostenpreis als auch den Marktpreis berücksichtigt. Planen Sie die zu erwartenden Umsätze eher vorsichtig. Selbst wenn es erste Interessenten für Ihr Produkt gibt: Ein Interessensbekundung ist noch keine verbindliche Kaufzusage.
  • Informieren Sie sich über alle denkbaren Finanzierungsmöglichkeiten. Anstatt oder ergänzend zu einer Business-Angel- oder VC-Finanzierung können gerade für den Unternehmensstart auch Förderprogramme des Bundes und/oder Ihres Bundeslandes geeignet sein. Recherchieren Sie bspw. in der Förderdatenbank Bund, Länder und EU. [www.foerderdatenbank.de]
  • Kalkulieren Sie realistisch, ob Sie die Startphase aus eigenen Mitteln/Umsätzen finanzieren können.
  • Kalkulieren Sie, wie viel Kapital Sie kurz-, mittel- und langfristig für Start und Wachstum Ihres Unternehmens benötigen.

 

Wir bedanken uns bei den Gründungsexpertinnen und -experten der Exzellenz Start-up Center.NRW an der RWTH Aachen (RWTH Innovation), der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund (CET - Centrum für Entrepreneurship & Transfer), der Universität zu Köln (Gateway Exzellenz Start-up Center), der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (REACH EUREGIO START-UP CENTER) und der Universität Paderborn (TecUP Technologietransfer- & Existenzgründungs-Center) für die Unterstützung.

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