Ruhr-Universität Bochum

Projekt „WORLDFACTORY Start-up Center (WSC)“

Im Rahmen der Förderinitiative „Exzellenz Start-up Center.NRW“ werden alle Gründungsaktivitäten der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der One-Stop Agency WORLDFACTORY Start-up Center gebündelt. Ziel ist es, die WORLDFACTORY zu einem strategischen Ankerpunkt für alle Gründungsaktivitäten sowie zu einem überregionalen exzellenzbasierten Leuchtturm für Innovation, Transfer und Gründung zu entwickeln. Die Zahl der Ausgründungen soll um 50 Prozent von etwa 24 auf 36 pro Jahr steigen.

Unter der Marke WORLDFACTORY konnte sich der Innovations- und Technologietransfer der RUB bereits in den letzten Jahren in der Region etablieren. Im Rahmen der Förderinitiative „Exzellenz Start-up Center NRW“ (ESC) werden nun unter der Leitung des Prorektors für Forschung, Transfer und wissenschaftlichen Nachwuchs sämtliche Angebote für Gründerinnen und Gründer an der RUB im WORLDFACTORY Start-up Center (WSC) zusammengeführt.

„Die Ruhr-Universität Bochum schlägt mit der WORLDFACTORY einen ehrgeizigen Weg ein, die Gründungsaktivitäten zu bündeln, zu verstärken und gezielt auf die Stärken der Universität auszurichten. Ich bin überzeugt, dass sie damit ihr selbst gestecktes Ziel erreichen kann, einen Platz unter den TOP-10-Gründungsuniversitäten in Deutschland zu erreichen.“

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

In Planung

Erweiterung des Makerspace

Das ehemalige Opel-Verwaltungsgebäude Mark 51°7 wird zum zentralen Ort für Kreativität und interdisziplinären Austausch ausgebaut. Mit 1.800 qm wird dort einer der bundesweit größten Makerspaces Deutschlands für die nationale und internationale Gründerinnen- und Gründer-Community in der Nähe des RUB-Campus errichtet. Auf zwei Etagen entstehen Werkstätten und Projekträume zum Tüfteln, Basteln, Experimentieren und zur Entwicklung von Prototypen. Insgesamt werden fünf Werkstätten, darunter eine Holz-, Metallbau- sowie eine Elektrotechnikwerkstatt zur Verfügung stehen. Zur Ausstattung zählen auch Bereiche zur Textilbearbeitung, zur Erstellung von Printprodukten, 3D-Drucker, Lasercutter sowie VR- und AR-Experimentierfelder. Neben dem Makerspace wird das CEIT und die RUB Academy Räumlichkeiten im Mark 51°7 beziehen. Die Übergabe der Immobilie ist für das dritte Quartal 2020 vorgesehen.

 

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„Der Maker Space soll ein Ort werden, wo junge Menschen ihre Ideen verwirklichen können, wo sie experimentieren können und wo sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Dort werden wir völlig andere Räume herrichten als wir das normalerweise hier von unserer Hochschule gewohnt sind. Hier werden z.B. Kreativbereiche geschaffen werden, hier werden Workshop-Bereiche, Seminarbereiche, aber auch Freiflächen geschaffen, um möglichst viel Kreativität zu entfalten."

Statement von Prof. Dr. Andreas Ostendorf, Prorektor für Forschung, Transfer und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Ruhr-Universität Bochum

Transfer- und Gründungsscout

Ein Transfer- und Gründungsscout soll an allen 20 Fakultäten der RUB die Professorenschaft zur Förderung von Gründungsaktivitäten zu motivieren. An der Schnittstelle von Wirtschaft und Wissenschaft sollen dadurch Bedarfe sowie Trends leichter identifiziert werden können und auf die Agenda gelangen. Zu den weiteren Aufgaben des Scouts zählt die Teilnahme an Veranstaltungen sowie der Ausbau des Netzwerks.

Entrepreneurship-Weiterbildung an der Akademie der RUB

Die bereits bestehende Akademie der Ruhr-Universität konzipiert und erprobt im Rahmen des ESC-Förderprojekts das modulare Weiterbildungsangebot „Entrepreneurship und Gründung“ für Studierende und Mitarbeitende der RUB. Die Weiterbildungsmodule sind auf die Wissens- und Kompetenzbedürfnisse der einzelnen Gründungsphasen abgestimmt.

Start-up-freundliche Verwaltung

Ein „One-Stop-Agency“ nimmt alle Anfragen entgegen bzw. lotst alle Gründungsinteressierten zu geeigneten Ansprechpartnern. Verwaltungsprozesse werden gründungsfreundlicher gestaltet. Dazu gehören standardisierte Abrechnungsmodelle für die Nutzung von hochschuleigenen Maschinen und Laboren, vereinfachte Zugänge zum Makerspace und die kostenfreie Nutzung von Stellenanzeigen im RUB-Jobportal Stellenwerk für den Auf- und Ausbau des eigenen Unternehmens.

Start-up-freundliche IP- und Verwertungsstrategie

Die IP- und Verwertungsstrategie der RUB soll gründungsfreundlicher werden. So werden zum Beispiel Vertragsentwürfe vereinheitlicht und die Patentberatung für Gründungsteams verbessert.

Entrepreneurship Faculty

Die Entrepreneurship Faculty (EF) wird Universitätsangehörige und Start-ups würdigen, die sich überdurchschnittlich für Transfer, Praxisorientierung oder Gründungsförderung an der RUB engagieren. Als Mitglieder der EF werden sie auf der Homepage der RUB präsentiert. Insbesondere Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler können die Mitgliedschaft in der EF für ihren beruflichen Lebenslauf nutzen. Die Auftaktveranstaltung soll im Winter 2020 stattfinden.

Entrepreneurship Education

Im Jahr 2019 wurde mit der systematischen Bestandsaufnahme des bisherigen Lehrangebots im Bereich Entrepreneurship Education begonnen. Außerdem wurde an allen 20 Fakultäten der RUB ein Lehrwettbewerb zur transferorientierten Lehre durchgeführt. Im Ergebnis wird im Projekt „Collaboration Space“ das Institut für Arbeitswissenschaft zusammen mit dem Lehrstuhl für analytische Chemie II ein Lernlabor aufbauen, in dem Studierende der Natur- und Geisteswissenschaften die Herausforderungen von Start-ups in B2B-Wertschöpfungsnetzwerken kennenlernen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Gefördert wird auch ein Jura-Projekt, in dem eine Unternehmensnachfolge nach rechtlichen Gesichtspunkten und möglichst praxisnah durchgespielt werden soll. Studierende der Fakultät für Philologie sollen bei der Organisation und Durchführung eines Literaturfestivals mitwirken, um für ein mögliches späteres Berufsfeld erste Einblicke in die Kulturwirtschaft zu erhalten. An der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft wird gemeinsam mit dem Institut für Arbeitswissenschaft und der Medizinischen Fakultät ein campusweites Zentrum für simulationsbasierte Lehre entstehen. Studierende sollen dort die Möglichkeit erhalten, in interdisziplinären Teams aktiv an der Gründung des Zentrums mitzuarbeiten. Und die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik möchte im Rahmen von Praxistagen die Lücke zwischen theoretischer Wissensvermittlung und praxisnahen Problemstellungen in der Studieneingangsphase schließen.

Die fünf geförderten Lehrveranstaltungen starten entweder im Sommersemester 2020 oder im Wintersemester 2020/2021.

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„Wir hatten im World Factory Start-up Center in Bochum das Glück, dass wir direkt zu Projektbeginn im September 2019 die Stellen in der zentralen Gründungsberatung mit einem dynamischen und einem sehr engagierten Team besetzen konnten. Seit September konnten wir so bereits um die 200 Beratungstermine durchführen und haben auch aktuell um die 30 aktive Teams, die diese Unterstützungsangebote wahrnehmen. Zehn Teams sind auch mittlerweile in den Gründungsinkubatoren betreut und haben dort ganz fachspezifisch die Möglichkeit, ihre Ideen weiterzuentwickeln."

Statement von Prof. Dr. Andreas Ostendorf, Prorektor für Forschung, Transfer und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Ruhr-Universität Bochum                

Bereits realisiert (Stand: Mai 2020)

Ausbau der Gründungsberatung und -unterstützung

Die Gründungsberatung WORLDFACTORY Start-up Center (WSC) wurde auf vier Personalstellen aufgestockt und professionalisiert. Das bedeutet, die Beratung erfolgt nach der „Lean Start-up Methodik“. Dabei wurde ein einheitlicher Prozess für alle Beraterinnen und Berater, entlang eines gemeinsamen Leitbildes für gute Gründungsberatung etabliert. Fachspezifische Fragen werden durch Coaches aus dem WSC-Netzwerk beantwortet. Das MakerSpace-Team bietet Gründerinnen und Gründern die Möglichkeit, Prototypen zu entwickeln. Zur Qualitätssicherung stehen einheitliche Dokumente zur Erfassung der Beratungsleistungen und Anfragen sowie Coachingvereinbarung zwischen Coach und Ratsuchenden zur Verfügung.

 

Role Model- und Mentoren-Netzwerk

Im Jahr 2019 konnten bereits 40 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem regionalen Start-up Ökosystem als Role Models gewonnen werden, um Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für das Thema Gründung zu sensibilisieren und zu motivieren. Dabei handelt es sich größtenteils um GründerInnen mit RUB-Hintergrund. Die Hälfte der Unternehmerinnen und Unternehmer stehen darüber hinaus den Gründungsteams als Mentorinnen und Mentoren zur Verfügung.

Drei neue Inkubatoren eröffnet

Nach dem Vorbild des seit 2017 bestehenden Inkubators Cube5 zum Thema IT-Sicherheit konnte der Inkubator Start4Chem direkt zu Projektbeginn im September 2019 die Arbeit aufnehmen und erste Veranstaltungen und Beratungen durchführen. Zeitversetzt dazu haben die Inkubatoren Smart Systems und Materials in 2020 ihre Arbeit aufgenommen. Der fünfte Inkubator Health & Care wird verzögert durch die Corona-Pandemie im Herbst 2020 starten.

Zertifikatskurs „Chief Innovation Manager“

Im Sommer 2020 startet der Zertifikatskurs „Chief Innovation Manager“ der Akademie der Ruhr-Universität im Rahmen des Weiterbildungsangebots „Entrepreneurship und Gründung“ für Studierende und Mitarbeitende der RUB. Für Gründungsinteressierte und Start-ups wurde ein Stipendien-Programm entwickelt, das eine kostenfreie Teilnahme an dem Kurs ermöglicht.

Jenseits von ESC.NRW

Die RUB wird ab August2020 über das Förderprogramm EXIST Potentiale des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt. Ziel ist es, die globale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu verbessern, die spezifischen Standortstärken beim Transfer international sichtbar zu machen und die innovativsten Entrepreneure insbesondere aus dem Ausland vom Gründungsstandort Bochum zu überzeugen.

Kontakt

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Prorektor für Forschung, Transfer und wissenschaftlichen Nachwuchs

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