Technische Universität Dortmund

Projekt „Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET)“

Die TU Dortmund möchte sich mit Unterstützung der Förderinitiative „Exzellenz Start-up Center.NRW“ zu einem Start-up und Innovationsmotor für das Ruhrgebiet entwickeln. Dazu wird das Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET) die fakultätsübergreifende Gründungskultur in den nächsten Jahren weiter ausbauen und auf dem Campus etablieren.

Ziel ist es, etwa 40 Teams pro Jahr intensiv fachlich und methodisch zu begleiten. Im Ergebnis wird die zunehmende Zahl an natur- und ingenieurwissenschaftlich orientierten Start-ups dazu beitragen, dass sich die Stadt Dortmund und die Region Südwestfalen zu einem zusammenhängenden Innovationsstandort entwickeln. Damit ist die Region nicht zuletzt für eine digitalisierte Zukunft gut gewappnet.

Die Umsetzung des ESC-Projekts liegt beim Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET), das die Gründungs- und Transferaktivitäten an der TU Dortmund bündelt. Es ist die zentrale Informations-, Beratungs- Qualifizierungs- und Anlaufstelle für Transfer- und Gründungsinteressierte sowie Start-ups und kleine und mittlere Unternehmen aus den Regionen Dortmund, Westfälisches Ruhrgebiet und Südwestfalen.

 „Start-ups aus den Hochschulen sind von herausragender Bedeutung für die Entstehung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit regionaler Start-up-Ökosysteme. Ich freue mich sehr, dass Dortmund hier vorangeht und die Zahl innovativer und wachstumsstarker Ausgründungen auch durch den Ausbau der universitären Infrastruktur für Start-ups deutlich steigern will.“

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Auf dem Weg zum Start-up- und Innovationsmotor für das Ruhrgebiet

Das Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET) der TU Dortmund hat die folgenden Maßnahmen in Angriff genommen und zum Teil bereits erfolgreich umgesetzt:

Inkubator-Projekt „STARTUP.INNOLAB

Ab November 2020 wird das Inkubator-Projekt „STARTUP.INNOLAB“ weitergeführt werden. Dafür entwickelt das CET ein Konzept, das speziell auf die Region zugeschnitten ist und durch Coaching, Mentoring, Vernetzung und Finanzierung exzellente Start-ups unterstützt. Pro Jahr können bis zu 12 Start-ups unter anderem durch Mentoren und Workshops in ihrer Gründungsphase unterstützt werden. Geplant sind ebenfalls ein Methodenraum mit Literatur, themenspezifischen Zeitschriften, Materialien und interaktiven Spielen zum Thema Gründung sowie ein Makerspace zur Prototypenentwicklung und ein Dataspace zur Entwicklung von Pilotlösungen.

Ausbau des CET zum Exzellenz Start-up Center

Das CET ist zu Jahresbeginn 2020 in das TechnologieZentrum Dortmund (TZDo) in direkter Nachbarschaft des TU-Campus umgezogen. Auf ca. 1.800 qm Fläche sind dort die Büros der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine Coworkingfläche für rund 30 Gründungsteams entstanden. Um die Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Entrepreneurship zu begeistern und zu qualifizieren, sind auf der Fläche zudem drei Seminarräume entstanden, in denen in Kooperation mit den Lehrstühlen der Hochschule sowie den strategischen Partnern Veranstaltungen angeboten werden.

Vernetzung mit starken Partnern

Das CET konnte bereits 16 strategische und mehr als 30 Netzwerk-Partner gewinnen und gemeinsam Veranstaltungen, Drittmittelprojekte u.a. realisieren. Strategische Partner sind z. B. neben der Handwerkskammer Dortmund, der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund und der Wirtschaftsförderung Dortmund, auch die Fachhochschule Dortmund, die Fachhochschule Südwestfalen, die Hochschule Hamm-Lippstadt sowie die Südwestfalen Agentur und die Technologietransferagentur PROvendis. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Einrichtungen stehen für den Austausch jederzeit zur Verfügung.

Innovations- und Transfer-Manager

Die TU Dortmund zeichnet sich durch vier forschungsstarke Bereiche aus, die ein großes Potential für innovative und technologiegetriebene Gründungen und Transferprojekte besitzen: „Energie, Mobilität und Umwelt“, „Biotechnologie und Chemie“, „Maschinenbau, Produktion und Logistik“ sowie „Informations- und Kommunikationstechnik“. Hieraus resultieren vier technologiestarke Transfer-Cluster. Sie werden von insgesamt vier Innovations- sowie Transfermanagern und Transfer-Managerinnen betreut, deren Stellen neu eingerichtet wurden. Neben der Sensibilisierung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist es ihre Aufgabe, herausragende Forschungsprojekte und Erfindungen mit hohem Gründungs- und Transferpotenzial zu identifizieren und Teilnehmende für die Angebote des CET zu gewinnen.

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„Zunächst einmal war das Centrum für Entrepreneurship und Transfer, kurz: CET, lange auch räumlich bei mir am Lehrstuhl angesiedelt. Wir sind nun mit dem Team des CET in das Technologiezentrum gezogen, so dass wir uns zum einen weiterhin in unmittelbarer Nähe der Universität befinden und zum anderen aber nun inmitten zahlreicher Start-ups und Unternehmen. Wir haben Räumlichkeiten auf einer Fläche von circa 1.800 qm gemietet. Diese bieten der gesamten TU Dortmund neue Möglichkeiten in der Ausgestaltung von Lehrveranstaltungen, Seminaren und Gruppenarbeiten, zum Austausch und zur Qualifizierung von Gründerinnen und Gründern. Außerdem haben wir eine ganze Reihe von infrastrukturellen neuen Maßnahmen ins Leben gerufen. So hatten wir schon ein Start-up InnoLab Programm, was sich allerdings auf das westfälische Ruhrgebiet beschränkt hat. Jetzt ist es möglich, mit Hilfe des ESC dieses Inkubatorenprogramm deutlich größer und neu aufzustellen. Dadurch können wir es weit nach Süd-Westfalen ausweiten. Die vielen Hidden Champions, die dort angesiedelt sind und zum Teil Weltmarktführer sind, haben nun die Möglichkeit, mit uns und den jungen Leuten zu kooperieren."

Prof. Dr. Andreas Liening, Lehrstuhl für Entrepreneurship und Ökonomische Bildung, Technische Universität Dortmund

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Die Veranstaltungen, die eigentlich analog geplant sind, haben wir erfolgreich in die digitale Welt übertragen und sind stolz darauf, dass wir unsere Teilnehmerzahlen beispielsweise bei den Teilnehmern der Workshops von 150 auf über 400 vergrößern konnten. Das komplette Angebot ist jetzt digital abrufbar, das heißt wir können beraten, wir können unsere Ideen Challenges digital durchführen und wir können auch unser Inkubatorprogramm, das neue Innolab, im Herbst digital starten. Dass, was wir hier erfahren haben im Aufbau der Strukturen, das Onboarden der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hilft uns auch sehr gut zu verstehen, die realen Herausforderungen, die die realen Start-ups umtreiben. Und wir sind jetzt dafür noch besser gerüstet den Start-ups die richtigen Tools mit an die Hand zu geben und bestmöglich beraten zu können."

Dr. Ronald Kriedel, Lehrstuhl für Entrepreneurship und Ökonomische Bildung, Technische Universität Dortmun

Kontakt und weitere Informationen

TU Dortmund
www.tu-dortmund.de

Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET)
cet.tu-dortmund.de/