Universität Paderborn

Projekt „Exzellenz Start-up Center Ostwestfalen-Lippe (ESC.OWL)“

Sich zu einem Leuchtturm für Gründungsvorhaben in der Industrie 4.0. entwickeln - das ist das Ziel der Universität Paderborn. Als deutliches Signal wurde dazu die Gründungsförderung im Leitbild der Universität verankert. Perspektivisch möchten die Akteure aber vor allem die Zahl der B2B-Gründungen in enger Kooperation mit der Wissenschaft und der technologieorientierten Wirtschaft in der Region Ostwestfalen-Lippe massiv steigern. Nicht zuletzt deshalb arbeitet die Universität Paderborn eng mit der FH Bielefeld und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe zusammen. An allen drei Hochschulstandorten wird die Unterstützung für Gründerinnen und Gründer ausgebaut, so dass die gesamte Gründerregion Ostwestfalen-Lippe (OWL) von dem Projekt ESC.OWL profitiert.

„Das Exzellenz Start-up Center.OWL wird das Gründungsgeschehen auf dem Campus wie in der Region positiv beeinflussen. Durch die Integration der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Fachhochschule Bielefeld in das Konzept wird das Start-up-Ökosystem in der ganzen Region nachhaltig gestärkt.“

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

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„Wir sehen zum einen eine deutliche Stärkung von Digitalisierung in allen unseren Aktivitäten, in Veranstaltungsformaten, in Kommunikationskanälen, nicht zuletzt durch Corona. Zweitens sehen wir, dass, obwohl wir Corona haben, unser Wachstum im Coaching, also die Anzahl der von uns betreuten Gründerinnen und Gründer weiter steigt. Das kommt uns zugute, weil wir in OWL natürlich die Region der Informatik, des IoT, der Industrie 4.0 sind und da gerade diese Geschäftsmodelle in Coronazeiten deutlich stärker vorangetrieben werden können. Und drittens: Der Aufbau des Coachings nicht nur an der Universität Paderborn, sondern auch an den regionalen Fachhochschulen verstärkt letztendlich den Fischteich an Gründerinnen und Gründern, die wir weiter sensibilisieren, qualifizieren und in die Umsetzung bringen. Quintessenz: Trotz Corona haben wir ein deutliches Wachstum im Jahr 2020."

Prof. Dr. Rüdiger Kabst, Lehrstuhl für International Business an der Universität Paderborn

Auf dem Weg zum Leuchtturm für Gründungen in der Industrie 4.0.

Gemeinsam mit der FH Bielefeld und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe hat die Universität Paderborn die folgenden Maßnahmen in Angriff genommen und zum Teil bereits erfolgreich umgesetzt (Stand: September 2020):

Entrepreneurship-Professuren

Sowohl an der FH Bielefeld als auch an der TH Ostwestfalen-Lippe wird je eine Entrepreneurship-Professur eingerichtet. Aktuell läuft der Besetzungsprozess für die beiden Entrepreneurship-Professuren an der FH Bielefeld und der TH Ostwestfalen-Lippe. An der FH Bielefeld wurde die Stelle übergangsweise mit einer Interimsprofessur besetzt.

Transferscouting

Transferscouts sollen Forschungsergebnisse mit Gründungspotenzial an allen Fakultäten und allen drei Hochschulen identifizieren und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Unternehmensgründungen sensibilisieren.

 Erste Ideen dazu, wie sich das Transferpotential an den drei Hochschulen erschließen lässt, liegen „auf dem Tisch“. Der bereits bestehende Transferscout der Uni Paderborn übernimmt für alle drei Hochschulen die Leitung des Transferscoutings.

Im Unterschied zu den GründungsbotschafterInnen (s.u.) sind die Transferscouts als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mittelbau der Hochschule für Angebote zuständig, die über die curriculare Lehre hinausgehen.

GründungsbotschafterInnen

An allen fünf Fakultäten der Universität Paderborn sowie an der FH Bielefeld und der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe wird jeweils ein/e Gründungsbotschafter/in in Verbindung mit den neu eingerichteten Entrepreneurship-Professuren etabliert. Seine bzw. ihre Aufgabe ist es, Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für das Thema unternehmerische Selbständigkeit zu sensibilisieren und qualifizieren. Die Gründungsbotschafterinnen und -botschafter werden in die zentralen Betriebseinheiten eingebunden, die in allen Fakultäten verankert sind. Wie dies konkret aussehen wird und welche Strukturen dafür geschaffen werden müssen, ist Bestandteil der aktuellen Konzeptentwicklung.

Talentförderung

Studierende, die bereits während ihres Studiums durch ein außergewöhnliches Engagement – bspw. in studentischen Gruppierungen, Umweltverbänden oder sonstigen Initiativen – auffallen, erhalten frühzeitig durch den Top-Talent Pool eine besondere Förderung. Ziel ist es, diese außergewöhnlichen Talente an das Thema Unternehmertum und Gründung heranzuführen und soweit zu qualifizieren, dass sie entweder selbst ein Unternehmen gründen oder in Start-ups als Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätig werden können. Zwei Stellen wurden bereits besetzt. Die Konzeptionierung ist in vollem Gange.

Hightech-Gründungsunterstützung

Zukünftig stehen allen Gründungsinteressierten Veranstaltungen zu Prototyping und zur Geschäftsmodellentwicklung offen. Durch den Aufbau und Betrieb eines umfangreichen Maker Space wird der Zugang zu Prototypingkapazitäten für Hightech-Gründungen geschaffen. Der Aufbau wird über das NRW Förderprogramm REGIONALE 2022  finanziert; der Betrieb des Maker Space wird aus Mitteln des ESC.OWL ermöglicht.

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„Ja, es ist schwer, ein wirkliches Highlight einzeln herauszuheben, da wir viele unterschiedliche Highlights in unserem Exzellenz Start-up Center berücksichtigen. Wenn man jetzt eins herausgreifen muss, würde ich unser Bauvorhaben hervorheben, was wir in enger Verzahnung zum ESC durchführen und dort eben eine Infrastruktur schaffen, die auch eine gewisse Nachhaltigkeit für unser ESC-Vorhaben berücksichtigt. In unserem Neubau werden wir unter anderem einen Makerspace errichten auf circa 1.000 qm Fläche, wo wir Maschinenhallen, Werkstätten vorfinden zur Prototypenfertigung für unsere Start-up-Unternehmen und das ist wiederum für unseren Schwerpunktbereich IoT, Industrie 4.0 sehr zielführend - gerade für die Start-ups, weil das ein Punkt ist, der uns in der Region in Gänze fehlt."

Prof. Dr. Sebastian Vogt, Geschäftsführer des Technologietransfer- & Existenzgründungs-Centers (TecUp) an der Universität Paderborn

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