16.10.2020 | Ruhr-Universität Bochum, RWTH Aachen, Start-ups [...]

Workshop der Exzellenz Start-up Center.NRW

ESC-Workshop NRW
Foto: PtJ

Der erste Workshop der sechs Exzellenz Start-up Center in NRW fand vom 6. bis 7. Oktober in Köln statt. Trotz gewisser Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ermöglichte er dennoch einen intensiven fachlichen Austausch unter den Teilnehmern zu den ESC-Projekten und der Gründungsförderung an den Universitäten.

Eröffnung und Impulsvorträge

Den Workshop eröffnete der für das Programm verantwortliche Gruppenleiter im MWIDE, Dr. Johannes Velling, mit einer kurzen Begrüßungsrede. Es folgten zwei hochkarätige Impulsvorträge.

Dr. Paul-Josef Patt CEO der Venture Capital Firma eCapital beantwortete in seinem Beitrag die Frage „Welche Start-ups braucht das Land? Anforderungen an Hochschulen aus Sicht eines Investors.“ Dabei fasste er sechs Anforderungen oder Bereiche zusammen, welche Start-ups aus Sicht eines Investors erfüllen müssen: 1) Team & Erfahrung, 2) Attraktives Geschäftsmodell und Skalierbarkeit, 3) Markt & Wettbewerb, 4) Traction & Go-to-Market, 5) USP & Schutzwürdigkeit sowie 6) Wirtschaftlichkeit.

Lutz Lambert von der landeseigenen NRW.BANK beschrieb in seinem Vortrag den „weiten Weg zur erfolgreichen Unternehmensfinanzierung.“ Dabei stellte er den idealtypischen Beteiligungsprozess vor: Von der Erstanalyse über die Vorvereinbarung, Detailanalyse und Vertragsverhandlungen bis zur Beteiligungs- und der Exit-Phase. Es wurden zudem die Ablehnungsgründe von Investoren (wie beispielsweise ein mangelndes „Sweat Equity“ oder fehlende Skalierbarkeit) und typische Fehler diskutiert. Anschließend wurden die Fördermöglichkeiten der NRW.Bank vorgestellt.

Workshop Sessions

Insgesamt fanden vier Workshops in zwei parallelen Sessions statt.

Workshop 1: Inkubation und Infrastruktur - von der Idee zur Marktreife
Moderation: Ruhr-Uni Bochum
Hier stellte die RUB das „Bochumer Modell“ der Gründerberatung vor. Bestandteil der Beratung von Gründerteams ist der Lean-Canvas, der von den Start-ups zu erstellen ist. Die Methode wurde beispielhaft anhand konkreter Gründungsprojekte der sechs Universitäten erprobt.

Workshop 2: Ansätze zu Sensibilisierung und Ideenscouting
Moderation: Uni zu Köln
In diesem Workshop wurden Erfahrungen im Bereich der Sensibilisierung von verschiedenen Zielgruppen (Studierenden und Wissenschaftlern) ausgetauscht, Maßnahmen zum Ideensouting präsentiert sowie in Kleingruppen neue Maßnahmen zur Gründersensibilisierung entwickelt.

Workshop 3: Administration und Projektcontrolling
Moderation: TU Dortmund
Der Workshop drehte sich um die Herausforderungen des Aufbaus großer Gründungszentren und damit verbunden großer Teams. Hier stehen alle Universitäten vor ähnlichen Fragestellungen und vereinbarten den Austausch der ESC-Projektteams untereinander weiter auszubauen.

Workshop 4: Netzwerkaufbau und Öffentlichkeitsarbeit
Moderation: RWTH Aachen
In diesem Workshop diskutierten die Teilnehmer die aktuellen und geplanten Maßnahmen zum Netzwerkaufbau. Ein besonderer Fokus im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wurde auf Online-Medien gelegt.

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